Zwangsmusterungen nicht mit uns!Widerstand organisieren!

Zwangsmusterungen nicht mit uns!

Die Bundeswehr hat seit Juli bereits 1.000 Jugendliche zur Musterung vorgeladen – und das,
obwohl diese bei dem verpflichtenden Fragebogen angegeben hatten, kein Interesse am Dienst
bei der Bundeswehr zu haben. Das teilte das Verteidigungsministerium am Freitag in einer
Pressemitteilung mit.
Zwangsmusterungen waren zwar von Beginn an Teil des neuen Wehrdienstgesetzes, das im
Dezember 2025 beschlossen wurde, ursprünglich sollte aber erst 2027 damit begonnen werden,
da bei der Bundeswehr zunächst noch die Kapazitäten für die Musterung ganzer Jahrgänge
fehlten. Das jetzt schon mit den Musterungen angefangen wird zeigt wieder, in was für einem
Tempo die Aufrüstung in Deutschland gerade vorangetrieben wird, während in anderen
Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Soziales gekürzt wird.
Nachdem in den letzten Monaten schon andere Vorhaben wie verpflichtende Übungen für
Reservist:innen angegangen wurden, folgt jetzt mit den verpflichtenden Musterungen ein weiterer
Schritt in Richtung Wehrpflicht. Das es bei Freiwilligkeit nicht bleiben kann ist auch klar, wenn man
sich die Pläne der Regierung ansieht: Geht es nach Bundeskanzler Merz, soll Deutschland schon
bald zur „stärksten konventionellen Armee Europas“ werden. Für eine solche Armee braucht es
hunderttausende Soldat:innen, die im Zweifel als Kanonenfutter an den Fronten zukünftiger Kriege
verheizt werden können.
Da ein Großteil der Jugendlichen sich gerade aber noch nicht freiwillig für eine Zukunft im
Schützengraben entscheidet, wird die Regierung auch weiterhin daran arbeiten die Wehrpflicht
Stück für Stück einzuführen und bis dahin schon möglichst viele von uns zu Mustern. Um das
umzusetzen, sollen an 24 Standorten in Deutschland neue Musterungszentren aufgebaut werden.

Kein Mensch der Bundeswehr!

Die gute Nachricht ist: Ohne uns funktionieren die deutschen Aufrüstungspläne nicht. Wir sind die
hunderttausenden Jugendlichen, die gemustert und früher oder später eingezogen werden sollen.
Unser Widerstand dagegen hat also eine Schlagkraft!
Am 25. September streiken in ganz Deutschland wieder Schüler:innen und Jugendliche gegen die
Wehrpflicht. Schon bei den Schulstreiks im Dezember, März und Mai haben wir gezeigt, dass wir
uns von den ganzen Einschüchterungsversuchen durch Schulleitungen und Polizei nicht
unterkriegen lassen und weiter kämpfen und streiken.
Auch über den Schulstreik hinaus müssen wir gemeinsam aktiv werden und unseren Protest aus
den Schulen zu den Musterungszentren tragen, die bald Dreh- und Angelpunkte für massenhafte
Zwangsmusterungen werden.
Machen wir die kommenden Monate zu einer Zeit des Widerstandes gegen Wehrpflicht, Krieg
und Aufrüstung! Zwangsmusterungen nicht mit uns!

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