Vor Rund einem Jahr beschloss der Bundestag das neue Wehrdienstgesetz. Seit dem ist viel passiert, alle Zeichen stehen zunehmend auf Krieg. Seit Anfang des Jahres bekommen alle Jugendlichen, die die Volljährigkeit erreichen einen Fragebogen. Für junge Männer ist das Ausfüllen verpflichtend. Ab 2027 plant die Bundeswehr rund 100.000 bis 300.000 Menschen pro Jahr zu mustern, um die Kriegstauglichkeit Deutschlands zu gewährleisten. Dafür werden extra 24 neue Musterungszentren aufgebaut.
Und wer dann den kommenden verpflichtenden Wehrdienst überstanden hat, wird automatisch Teil der „Aufwuchsreserve“ der Bundeswehr. Denn mit dem neuen „Reservestärkungsgesetz“ werden alle kommenden Reservist:innen zu militärischen Übungen verpflichtet sein und werden diese nicht mehr ablehnen können.Für uns bedeutet das, dass wir zukünftig für das Vorankommen des deutschen Staates in militärische Pflicht genommen werden, weit über den Grundwehrdienst hinaus, werden wir für die Interessen, des deutschen Staates, der deutschen Konzerne , wenn nötig auch in den Tod geschickt.
Währenddessen wüten die Kriegstreiber weiter über ganze Länder. Die USA streiten um den Iran, Russland versucht weiterhin die Ukraine zu erobern, Israel führt die Aggressionen in der Region weiter fort und kein Ende ist in Sicht – im Gegenteil: auf dem NATO-Gipfel in der Türkei wurden bereits die nächsten kriegerischen Träume besprochen, Merz will eine „neue“, europäischere NATO prägen, natürlich mit Deutschland an ihrer Spitze. Vor noch 5 Jahren war das Ausmaß der Zerstörung, welche wir heute auf der ganzen Welt erblicken, kaum vorstellbar.
Außerdem wurde Deutschland auf dem NATO-Gipfel nochmal für seine Führungsrolle in der Aufrüstung Europas gelobt – kein Wunder, denn in den nächsten vier Jahren sollen weitere 600 Milliarden Euro in die deutsche Aufrüstung gesteckt werden. Während eine Kürzungsreform, die nächste jagt und der Sozialabbau wie eine Bombardierungswelleauf uns alle einprasselt, macht sich eine Perspektivlosigkeit in der Jugend breit: von einer zukünftigen Rente träumt keiner mehr, die Psychotherapie ist bedroht, wir können uns auf eine 72 Stunden Woche nach der Schule einstellen, dazu der andauernde Klimawandel und die deutsche Kriegsvorbereitung. In diesem Sommer durften wir bspw. einen Vorgeschmack darauf bekommen, was der Klimawandel mit unserer Erde und unser aller Zukunft anrichten kann. Die Hitzewelle im Juni hinterließ tausende Leichen und wäre ohne den menschengemachten Klimawandel nicht vorstellbar gewesen, kein Wort dazu von Friedrich Merz.
Aber diese Ohnmacht soll uns an die imperialistischen Vorhaben des deutschen Staates binden!
Es ist klar: in diesem System gibt es nur eine Zukunft auf der Krieg, Armut und Tod auf dem Speiseplan stehen. Um uns gegen die Kriegsvorbereitungen, die aufkeimende Perspektivlosigkeit und die leeren Zukunftsaussichten zu wehren, braucht es eine antimilitaristische Bewegung.
Die Jugend kann sich eine lebenswerte Zukunft nur selbst erkämpfen, wir müssen uns überall wo wir die Möglichkeit sehen, gegen die Vorbereitungen auf weitere Kriege zur Wehr setzen.
Deshalb gehen wir in den nächsten Wochen auf die Straße: Am 1. September zum Antikriegstag, denn um Kriege wirklich zu überwinden, müssen wir das kapitalistische System überwinden.In der Woche darauf wollen wir zum Rheinmetall Entwaffnen Aktionscamp, um den Kriegstreibern im Hier und Jetzt etwas entgegenzusetzen und am 25. September bestreiken wir erneut unsere Schulen gegen die Wehrpflicht,.
Zerschlagen wir ihre Aufrüstung und Kriege! Ihre Kriegstüchtigkeit nicht mit uns!





