Selbstverständnis

Wir sind die Internationale Jugend, eine offene politische Jugendgruppe und in einigen Städten und Regionen in Deutschland aktiv.
Wir sind Schüler*innen und Studierende, Azubis und junge Arbeiter*innen.
Wir wollen eigenständigMenschen werden, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
Wir leben in einem System, das die Umwelt zerstört, auf Ausbeutung beruht und so Armut und Kriege produziert, die Millionen Menschen in die Flucht treibt. Die jüngste Vergangenheit hat uns erneut gezeigt, dass wir uns auf Politiker*innen nicht verlassen können, sondern selbst für unsere Zukunft kämpfen müssen.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der es keine Unterdrückung, Diskriminierung und Armut mehr gibt.
Wir wollen eine Welt, in der nicht ein paar wenige ihre Profitinteressen über uns und unsere Zukunft stellen, sondern in der alle Menschen gemeintschaftlich und solidarisch zusammenleben und zusammen entscheiden können.
Um dieses Ziel einer befreiten Gesellschaft zu erreichen, haben wir uns auf folgende gemeinsame Positionen geeinigt:
Wir sind eine antikapitalistische Gruppe, wir lehnen die Ausbeutung von Mensch und Natur ab.
Der Kampf gegen den Kapitalismus fängt zum Beispiel beim derzeitigen Bildungssystem der Bundesrepublik an, das uns zu Rädchen im Getriebe machen soll, das Konkurrenzdenken fördert und patriarchale Verhältnisse reproduziert. Wir kämpfen ebenso gegen den Faschismus, der die Probleme, die aus dem Kapitalismus resultieren, Unschuldigen zuschreibt und von den wirklichen Ursachen ablenkt.
Der Kapitalismus führt dazu, dass immer weniger Menschen immer mehr Reichtum auf Kosten von denjenigen anhäufen, die ihn eigentlich produzieren. Wir kämpfen gegen Armut, gegen die größer werdende Schere zwischen arm und reich und für gerechtere Entlohnung, sowie das Recht auf politische Streiks und gegen die Versöhnlichkeit zwischen Gewerkschaftsspitzen und Konzernbossen. 
Die Klimakrise ist aktuell eine der größten Bedrohungen für die gesamte Menschheit. Wir treten gegen Umweltzerstörung und die Leugnung des Klimawandels und für einen raschen Kurswechsel in der Klimapolitik ein. Das muss ohne Rücksicht auf die Konzerne gehen, die aus der Zerstörung unserer Umwelt gewaltige Profite schlagen. Gleichzeitig fordern wir einen gerechten Umgang mit den Arbeiter*innen dieser Unternehmen. Wir halten den „grünen Kapitalismus“ für eine gefährliche Illusion, die uns langfristig nicht retten kann.
Wir stellen uns gegen den Rechtsruck, der sich in Deutschland nicht nur durch die Wahlergebnisse der AfD zeigt, sondern auch durch die Enthüllungen zu bewaffneten Neonazi-Organisationen, die innerhalb von Polizei und Militär gut vernetzt sind. Wir machen uns stark gegen die rassistische Hetze die hier und weltweit gegen ethnische Minderheiten, Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens, Migrant*innen und Geflüchtete betrieben wird. Wir dürfen uns nicht spalten lassen, sondern müssen gerade als Jugend zusammenstehen und Faschos und Hetzern eine Absage erteilen.
Wir kämpfen für die Gleichberechtigung aller Geschlechter und stehen  gegen Queerfeindlichkeit und Sexismus ein. Seit tausenden Jahren sind Männer in einer Position, systematisch Frauen und andere Geschlechter zu unterdrücken. Dieses Verhältnis heißt Patriarchat. Wir richten uns gegen das Patriarchat, gegen alle seine Auswüchse und was zu seiner Erhaltung beiträgt. Wir wollen erreichen, dass alle Geschlechter gleichberechtigt und solidarisch miteinander leben und lieben können.
Wir sind der Ansicht, dass wir Jugendliche bei der Veränderung unserer Gesellschaft eine besondere Rolle spielen. Wir sind voller Tatendrang und Visionen. 
Uns Jugendliche wird die Zukunft am stärksten betreffen, wir müssen sie selber in die Hand nehmen und für eine gerechte und solidarische Gesellschaft kämpfen, da es sonst niemand für uns tun wird.