Die Zustände um uns herum sind katastrophal und wir können zusehen, wie sie sich immer weiter verschlechtern. Vielen Jugendlichen geht das sehr nah und sie wollen etwas dagegen tun. Aber gleichzeitig stellt sich schnell ein Gefühl der Ohnmacht ein. Die meisten Jugendlichen hatten sicher schon einmal den Gedanken, dass sie sowieso nichts verändern können.

Doch wie wir in dieser Broschüre sehen konnten gibt es überall auf der Welt Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten des Kapitalismus. Auch Jugendliche haben in letzter Zeit immer wieder gezeigt, dass sie sich wehren wollen: Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ hat auf der ganzen Welt Millionen Jugendliche auf die Straße geholt und in Frankreich sind Zehntausende gegen den rassistischen Polizeimord an Nahel laut geworden.

Wenn wir den dauerhaften Zustand von Krisen und Kriegen nicht einfach so hinnehmen möchten, müssen wir jedoch anerkennen, dass wir nur gemeinsam etwas verändern können. Geben wir jedoch auf, haben wir schon verloren. Oft fehlt auch das gemeinsame Ziel, die gemeinsame Aussicht auf eine alternative Welt. Klar ist aber: es braucht ein anderes System. Und zwar eines, das die Widersprüche und Ungerechtigkeiten des Kapitalismus überwindet.

Kapitalismus bedeutet Ausbeutung

Im Kapitalismus gehören die Unternehmen einzelnen Privatpersonen – den Kapitalist:innen. Die Arbeiter:innen, die den absoluten Großteil der Gesellschaft ausmachen, besitzen keine Firmen o.ä. und haben daher keine andere Wahl als für die Kapitalist:innen zu arbeiten. Während die Kapitalist:innen entscheiden was und wie produziert wird, sind die Arbeiter:innen diejenigen, die die Produktion umsetzen. Ohne die Arbeiter:innen passiert in der Wirtschaft also nichts.

Doch gleichzeitig sind es die Kapitalist:innen, die sich den Großteil der erarbeiteten Profite aneignen. Mit den finanziellen Mitteln, die sie haben, können sie zudem eine große Kontrolle über die politischen Entscheidungsprozesse ausüben. Die Interessen der Arbeiter:innen rücken dabei also in den Hintergrund. Die Mittel, mit denen die Arbeiter:innen Einfluss nehmen können, sind dann beispielsweise Streiks, um für höhere Löhne oder gegen Waffenlieferungen zu kämpfen.

Um im kapitalistischen Konkurrenzkampf zu überleben, werden neben diplomatischen Mitteln auch regelmäßig militärische Mittel zur Durchsetzung der eigenen Interessen genutzt. Nationalstaaten wie Deutschland, die die Interessen der eigenen Konzerne vertreten, führen überall in der Welt Kriege, wenn sie es als notwendig erachten. Zwei Mal gipfelte der internationale Konkurrenzkampf bereits in Weltkriegen und auch heute sehen wir, wie sich auf der ganzen Welt Konflikte zuspitzen und die Aufrüstung vorangetrieben wird.

Befreiung nur im Sozialismus

All diese Widersprüche wollen wir im Sozialismus überwinden. Doch dafür müssen wir die Art und Weise wie wir wirtschaften und zusammenleben grundlegend verändern. Die notwendigen Bedingungen hat der Kapitalismus bereits selbst geschaffen: Innerhalb großer Unternehmen entwickelt sich gesetzmäßig eine durch und durch geplante Produktion, die durch den technologischen Fortschritt große Sprünge gemacht hat. Im Sozialismus wollen wir jedoch die gleichzeitig herrschende Konkurrenz zwischen Unternehmen überwinden und eine demokratische Planwirtschaft errichten.

Im Sozialismus wird zudem die Politik umgebaut: Ein Rätesystem, in dem die Menschen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens mitbestimmen, soll den Parlamentarismus ersetzen. Durch diese von Grund auf demokratische Organisation der Gesellschaft wird die Produktion an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst – nicht an die Profitinteressen weniger Kapitalist:innen.

Gemeinsam kämpfen für Veränderung

Das klingt ja schön und gut – aber irgendwie wirkt das Bild des Sozialismus wie in sehr weiter Ferne oder sogar unerreichbar. Und beim Anblick der Welt, wie sie jetzt im Kapitalismus ist, kann einen schon mal jeglicher Mut verlassen.

Doch es gibt genug Beispiele, die beweisen, dass wir die Welt verlieren, wenn wir nichts tun. Daher ist unsere einzige Option, uns zusammenzuschließen und nicht aufzugeben. Wir müssen über die Ungerechtigkeiten sprechen, laut werden und uns widersetzen – in der Schule und auf der Straße. Wir Jugendlichen müssen zusammenhalten gegen dieses ungerechte System und uns organisieren.

Das bedeutet im Wesentlichen eines: Wir müssen unsere größte Waffe einsetzen: Wir Arbeiter:innen sind die Mehrheit. Als Jugend der Arbeiter:innenklasse sind wir die Generation, vor der die imperialistischen Staaten Angst haben. Denn wenn wir uns organisiert wehren, kann uns niemand aufhalten. Und mit einer sozialistischen Perspektive werden wir das System von Morgen erkämpfen.

Lasst uns gemeinsam für den Sozialismus kämpfen – und aus der Generation Krise die Generation Aufstand machen!

Die ganze Broschüre findest du hier als PDF.