Die Druckerei bleibt! Für mehr Räume für Jugend und Kultur!

In Frankfurt-Bockenheim steht eine alte Fabrik: Die Dondorf-Druckerei. Dieses 1890 gebaute Gebäude soll jetzt für einen Neubau des Max-Planck-Instituts abgerissen werden. 

Gegen diesen Plan wehren sich verschiedene linke Gruppen. Denn der Abriss + Neubau wäre ein ökologisches Desaster, bei dem voraussichtlich mehr als eine Million Kilo CO₂ freigesetzt werden würden! Zudem wird die Forderung, nach unkommerziellen Räumen für Jugendliche in Frankfurt immer lauter.

Seit Bekanntgabe der Abrissabsichten Anfang 2023 wurde das Gebäude bereits zweimal mit dem Ziel besetzt, ein unkommerzielles Kulturzentrum einzurichten. Beide Besetzungen wurden unter brutaler Polizeigewalt geräumt, während der letzten Räumung trotzten die mutigen Besetzer:innen mehr als 110 Stunden dem kalten und regnerischem Dezemberwetter auf dem Dach der Druckerei.

Die Forderung nach mehr kulturellen Räumen ist legitim!

Wir leben in einer Zeit in der Räume, in denen wir eine kollektive Kultur des Widerstands unabhängig von Konzernen leben können, durch staatliche Repressionen oder hohe Mieten immer weniger werden. Die Ampelregierung kündigt mittlerweile für 2024 an, massiv Gelder im Kulturbereich zu streichen.

Wir werden durch diese Maßnahmen aus dem gesellschaftlichen Leben verdrängt, damit Konzerne mit dem Platz mehr Gewinne erwirtschaften können. Die Räumung und der geplante Abriss der Druckerei sind ein Ausdruck einer Politik die von den Reichen, für die Reichen gemacht wird. Dabei müssen wir aber auch immer im Hinterkopf behalten, dass Leerstand, die Klimakrise oder Polizeigewalt zu den normalen Auswirkungen des Kapitalismus gehören.

Es ist deshalb auch nicht überraschend, dass die Goethe-Uni Frankfurt sich gegen jeden Widerstand quer stellt. Von einer staatlichen Institution können wir nichts anderes erwarten als Handlanger der Reichen zu sein. Statt also Forderungen an den Staat und seine Bildungseinrichtungen zu stellen, müssen wir uns zusammenschließen, als Schüler:innen, Student:innen und Arbeiter:innen um gemeinsam für tatsächliche Veränderung zu kämpfen.

Es reicht nicht, ein paar Häuser zu besetzen, Freiräume im Kapitalismus sind immer mit Bedingungen verknüpft und können uns jeder Zeit wieder genommen werden. Wir müssen uns diesem System und seiner Ideologie auf allen Ebenen entgegenstellen, um diese Probleme zu lösen. Lasst uns deshalb gemeinsam für eine Alternative kämpfen!

Die Druckerei bleibt! Volle Solidarität mit allen Besetzer:innen! Gegen Räumungen, Leerstand und Abriss! Für den Sozialismus!