Hier veröffentlichen wir gesammelte Berichte aus den Städten, wo wir am Klimastreik teilgenommen haben. 

Berlin

In Berlin waren wir auf der großen FFF-Demo am Bundestag und haben Flyer für unsere Schüler:innen-Diskussionsveranstaltung am 29. September um 17 Uhr im Volkspark Friedrichshain (Eingang Märchenbrunnen) verteilt.

Der Andrang zur Demo war so groß, dass der Platz der Republik zu 100 Prozent ausgelastet war. 
Leider war die Stimmung wenig kämpferisch. Es gab nur einen kleinen Demonstrationszug zwischen zwei Kundgebungen mit verschiedenen Rede- und Musikbeiträgen. In den Reden wurde die Klimafrage vor allem als Generationen- statt als Klassenfrage betrachtet. Wir denken hingegen, dass es falsch ist, Rentner:innen, die teilweise mit unter 1000 Euro im Monat abgespeist werden, für den Klimawandel verantwortlich zu machen und nicht die großen Monopole. 
Auch den verdeckten Wahlkampf für die Grünen sehen wir kritisch. Wir denken nicht, dass irgendeine bürgerliche Partei den Umweltschutz in Berlin oder Deutschland konsequent durchsetzen, sondern vor allem weiterhin Konzerninteressen schützen wird. 
In Zukunft muss es uns in der Hauptstadt darum gehen, eine klarere antikapitalistische Perspektive in der Umweltbewegung zu eröffnen.
Frankfurt am Main
Am 24.09. gingen weltweit tausende Menschen auf die Straßen, um gegen die Zerstörung des Planeten und für eine bessere Zukunft zu demonstrierten.
Auch in Frankfurt am Main trafen sich hunderte Menschen vor der Alten Oper, wo Fridays for Future mit einer Auftaktkundgebung den Streik begann. Sowohl junge Menschen, als auch Ältere Beteiligten sich gemeinsam an der Demonstration. Zu Beginn wurde in Redebeiträgen auf die Zerstörung des Planeten hingewiesen, der Grund: die Ausbeutung auf Grund unseres kapitalistischen Systems. Die redende Person prangerte zudem die staatlichen Repressionen seitens der Polizei gegen Aktivist:innen und Antifaschist:innen an, gegen die man sich geschlossen stellen müsse. Zudem rief sie dazu auf, weiterhin auf die Straßen zu gehen und sich nicht auf die Politik der (neuen) Regierung zu verlassen.
Zudem sprach eine Vertreterin der Zapatista-Delegation, welche sich ebenfalls am Streik beteiligten und auf die Bedeutung internationalistisch ausgerichteter Kämpfe hinwies.
Im Anschluss setze sich der Demonstrationszug in Bewegung. Besonders im vorderen Teil der Demo wurden zum Teil auch kämpferische antikapitalistische Parolen gerufen.
Der Zug lief über den Willy-Brandt Platz ans Mainufer und von dort an den Römerplatz, wo es gelang, den gesamten Platz mit den Teilnehmenden der Demonstration auszufüllen. Einem Stand der den Querdenker:innen nahestehenden Partei „die Basis“ traten die Streikenden lautstark und entschieden mit Parolen entgegen.
Zum Ende der Demonstration wurden weitere Redebeiträge gehalten.
Der globalen Streik macht auf die Dringlichkeit der Situation aufmerksam. Wenn es nicht gelingt, tatsächlichen Wandel in der bisherigen Vorgehensweise zu schaffen, werden die Zustände für unser Leben, aber auch für alle anderen Arten auf der Erde drastisch gefährdet. Dieser Wandel kann aber nur erzielt werden, wenn das System, welches darauf beruht, die endlichen Rohstoffe der Erde im Namen von stetigem Wachstum auszubeuten, das kapitalistische System, fällt.
Freiburg
Heute haben wir uns gemeinsam mit über zwölftausend Freiburger:innen am globalen Klimastreik beteiligt. Dabei haben wir mit unserem Transpi und durch Demorufe eine klare Message auf die Straße gebracht: Die Zerstörung unser Umwelt hat System und das heißt Kapitalismus. Wer die Umwelt retten will, muss den Kapitalismus abschaffen. Außerdem haben wir mehrere hundert Flyer verteilt, um auf unseren Vortrag über die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Umweltschutz aufmerksam zu machen, der am Sonntag um 17 Uhr im Linken Zentrum, Glümerstraße 2 stattfindet.
Gießen
Wir nahmen mit Genoss:innen am Klimastreik in Gießen teil. Mit ca 2000 Menschen zogen wir durch die Stadt, dabei wurden unterschiedlichste Reden gehalten, die unteranderem auch die Zusammenhänge zwischen der Klimakrise und dem Kapitalismus aufzeigten und die deutlich machten, dass wir uns von der kommenden Bundestagswahl nicht erwarten können, da alle Parteien nicht mit dem Ziel antreten die Klimakrise aufzuhalten. Nach ungefähr drei Stunden endete die Demonstration auf dem Berliner Platz. An der dortigen Abschlusskundgebung kamen nochmal einige Schüler:innen zu Wort, die die wahren Verursacher:innen, nämlich die Kapitalist:innen benannten und ihrem Unmut gegenüber den regierenden Parteien ausdruckt verliehen. Insgesamt war die Demo ein Beispiel dafür wie viele Jugendliche man auf die Straßen bringen kann und deren Wunsch ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Köln
Am 24.09, dem Globalen Klimastreik waren wir in Köln mit vielen Tausend Leuten auf der Straße. Insgesamt waren 25.000 mit uns auf der Straße!
Wir beteiligten uns an der Startkundgebung des Antikapitalistischen Fingers und gingen von dort bis zur Deutzer Werft. Insgesamt gab es drei Finger, die alle richting Deutzer Werft gingen. Der Antikoloniale, Klimagerechtigkeits und Antikapitalistische Finger. Im Antikapitalistischen Fingern war auch eine Delegation der Zapatistas, eine indigene revolutionäre Gruppe aus Mexiko, die akutell Delegationsreisen in verscheidene Länder machen. 
Laut und kämpferisch zogen die Leute durch Köln und forderten einen gerechten Klimaschutz ein, dabei wurden auch immer mal wieder die parlamentarischen Parteien kritisiert. Unsere Position zu den Bundestagwahlen und Klimaschutz könnt ihr in der letzten Erklärung mit dem Namen „Klima retten heißt Kapitalismus abschaffen“ nachlesen. 
Ruhr
Am 24.09 waren wir in Essen mit 4000 Menschen auf der Fridays for Future Demo!
Wir nahmen mit unserem Hochtransparent „Umwelt retten heisst Kapitalismus zerschlagen! Organisiert kämpfen!“, Fahnen und Flyern an der Demo teil. Immer wieder wurden auch antikapitalistische Parolen angestimmt und von den Teilnehmer:innen aufgegriffen. 
Kämpferisch zog der Demozug durch die Essener Innenstadt und endete wieder an der Grünen Mitte wo es noch einige Redebeiträge und Musik gab.
Auf der Abschlusskundgebung hielten wir eine Rede zum Thema warum Umweltschutz und Antikapitalismus zusammen gehören. Wir machten klar das die Wahl am Sonntag nicht die Umwelt retten wird, das kann nur passieren indem wir uns organisieren und den Kapitalismus überwinden. Diese Rede werden wir noch als Video hochladen.