Als Internationale Jugend können wir auf den November als ereignisreichen Monat zurückblicken. Wirtschaftskrise, Corona und Aktionstage prägten unsere politische Arbeit. Was konkret in den einzelnen Städten für Arbeit gemacht wurde, findet ihr hier:

Frankfurt am Main

Ende des Monats hat sich in Frankfurt am Main eine neue Ortsgruppe der Internationalen Jugend gegründet. Unsere erste Aktion war für den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Wir haben verschiedene Schilder in der Innenstadt aufgehängt. Mit Texten und Zahlen haben wir auf die Ausmaße patriarchaler Gewalt aufmerksam gemacht und an einige mutige Frauen erinnert, die gegen Patriarchat, Faschismus und Kapitalismus gekämpft haben.

Cottbus

Aktionstag am 7. November
In Cottbus starteten wir in den November mit dem Aktionstag des Solidaritätsnetzwerks am 7. November. Wir stellten uns gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter:innenklasse und gingen in unserer Rede insbesondere auf die Folgen der Wirtschaftskrise für und Jugendliche ein.

Schule und Corona
In Anbetracht der Corona-Situation an Cottbuser Schulen (Eltern warfen Gesundheitsamt und Schulen Vertuschung vor) und inspiriert von den streikenden Schüler:innen in Essen, beschlossen wir, auch an Schulen aktiv zu werden.
Deshalb organisierten wir am 28. November eine digitale Schüler:innenkonferenz, bei der wir uns über die Corona-Situation an verschiedenen Schulen und Möglichkeiten politischer Aktionen austauschten.
Am gleichen Tag veranstalteten wir einen digitalen Workshop für unsere Mitglieder zum Thema „Politische Arbeit an Schulen“.

Solidarität mit den Rondenbarg-Angeklagten und dem Dannenröder Forst!
Am 28. November veröffentlichten wir ein Solidaritätsvideo für die Angeklagten im Rondenbarg-Prozess. Dieser ist ein Prozess, der sich gegen junge Demonstrierende beim G20-Gipfel in Hamburg vor drei Jahren richtet. Der nun beginnende erste Prozess soll die zweifelhaften Methoden der Staatsanwaltschaft auf die Probe stellen und die Kriminalisierung linker Politik in Zukunft noch einfacher machen. Einen interessanten Artikel dazu findet ihr auf Perspektive Online. (https://perspektive-online.net/2020/10/drei-jahre-nach-g20-erster-rondebarg-prozess-beginnt/)
Einen Tag darauf beteiligten wir uns auf dem Stadthallenvorplatz an einer recht spontan organisierten Solidaritätskundgebung mit den Menschen, die um den Erhalt des Dannenröder Forsts kämpfen. In unserer Rede gingen wir auf die Polizeigewalt ein, die ihnen dabei wiederfährt.

Rheinland

Der November war für uns ein ziemlich ereignisreicher Monat! Naziaufmärsche blockieren, Antirepressions Aktionstage bis hin zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen war alles dabei!

Am 7.11. haben wir uns erneut mit dem Frauen*Kollektiv und dem Solidaritätsnetzwerk am #NichtAufUnseremRücken Aktionstag beteiligt und auch eine Rede zum Thema Corona in der Schule gehalten.
Im Rhein-Sieg-Kreis verteilten wir in verschiedenen Städten Plakaten mit Forderungen und Parolen zur Wirtschaftskrise.

„Ihre Krise: Nicht auf unserem Rücken!“

Am 09. November, dem Jahrestag der faschistischen Novemberprogrome, waren wir in Siegburg unterwegs und haben dort die Stolpersteine gereinigt, Kerzen in Gedenken an die Opfer aufgestellt und das Denkmal der 1938 zerstörten Synagoge besucht.

Wie seit einigen Jahren fand dieses Jahr auch wieder der Naziaufmarsch in Remagen statt.Wir machten es uns auch dieser Jahr wieder zur Aufgabe, diesen zu blockieren. Gemeinsam mit dem #BlockZHG Bündnis gelang es uns auf die Strecke zu kommen und die Nazis zu stören, einen ausfühlichen Bericht zu der AKtions, der Polizeigewalt und der Repression gegen uns findet ihr auf der Website.

„Nazis blockieren ist kein Verbrechen!“

Zum 21.11. waren wir am Rudolfplatz und haben gegen das PKK-Verbot protestiert.
Trotz der vermehrten Anwesenheit von Polizei und Ordnungsamt konnten wir gut unseren Standpunkt zeigen.

„Unsere Utopie gegen ihre Repression“

Am 25.11. waren wir zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen gemeinsam mit dem Frauen*Kollektiv und ca. 180 weiteren Menschen am Roncalliplatz, um dort laut und wütend gegen die patriarchale Gewalt zu protestieren und um ermordeten Frauen, inter, nicht-binären, trans und agender Personen zu gedenken, die nicht mit uns da sein konnten.

„Frauen kämpfen international, gegen Sexismus, Krieg und Kapital!“

Auch beim G20 Aktionstag am 28.11. waren wir dabei und zeigten wir uns mit einer Kundgebung solidarisch mit den Angeklagten, die 2017 während der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg von der Polizei festgenommen wurden. In Sankt Augustin hingen wir aus diesem Anlass ein großes Bannermit der Aufschrift „Demonstrieren ist kein Verbrechen! Solidarität mit den Rondenbarg-Beschuldigten“ auf. Die Prozesse werden in naher zukunft gegen die jüngsten Angeklagten starten und wir werden uns weiterhin solidarisch zeigen!

Solidarität und Widerstand! Freiheit für alle Angeklagten in den G20-Prozessen!

Wenn ihr bei uns mitmachen wollt und gemeinsam mit uns zu Aktionen fahren wollt, dann schreibt uns gerne auf social media und kommt zu unseren (momentan) digitalen Plena dazu!
RSK: Jeden Montag 18:00 Uhr!
Köln: Jeden Freitag 18:00 Uhr!

Freiburg
In den letzten Monat starteten wir mit einer Kundgebung, welche wir gemeinsam mit dem Solidaritätsnetzwerk organisiert hatten. Thema des Protestes, an den sich mindesten 50 Leute anschlossen hatten, war die aktuelle Wirtschaftskrise. In Redebeiträgen wurde gefordert, die Krise nicht wieder auf die kleinen Leute abzuwälzen, sondern jene zu Kasse zu bitten, welche trotz Krise weiter am Geld scheffeln seien und das ohne einen Finger krumm zu machen. Am Jahrestag der Reichsprogromnacht ¹ gedachten wir der Opfer der Nazi-Verbrechen und waren in der Stadt unterwegs, um Stolpersteine zu putzen. Am Aktionstag der Seebrücke #wärmefüralle hängten wir in der Innenstadt Plakate mit Forderungen auf. Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtiger denn je, sich mit den Flüchtlingen zu solidarisieren und eine menschenwürdige Lebenssituation für jede:n zu fordern! „Frauen, die Kämpfen sind Frauen, die leben“, am 25. November dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hängten zahlreiche Aktivist:innen in Freiburg Plakate und große Transparente auf. Außerdem beteiligten wir uns an einer Kundgebung kurdischer Genossinnen und gedachten zusammen Opfern patriarchaler ² Gewalt. Ende letzten Monats fuhren wir zusammen nach Basel, um uns dort an einer Demo des „Basel Nazifrei“ Bündnisses zu beteiligen. Bei einer Demonstration vor zwei Jahren gegen die rechtsradikale schweizer PONS Partei war es damals zur Eskalation von Seiten der Polizei gekommen. Nun drohen Teilnehmer:innen dieser Demonstration unteranderem lange Bewährung- und Gefängnisstrafen. Wir drückten den Betroffenen unsere Solidarität aus und trugen mit über 3000 Menschen den Protest gegen diese ungerechtfertigten politischen Urteile auf die Straße. Nicht zu Letzt starteten wir letzten Monat mit unserer Kampagne für Corona sichere Schulen. Die aktuelle Situation an Schulen ist nicht tragbar. Schüler:innen haben ein Recht auf Schulbildung, ohne sich gleichzeitig dem erhöhten Risiko einer Infektion mit Covid19 aussetzen zu müssen. Die Regierung hatte genug Zeit und hat genug Geld, um entsprechende Schutzkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen und deswegen fordern wir diese jetzt ein.

¹ Am 9.11.1938, fand die Reichsprogromnacht statt. Das Nazi-Regime organisierte Straßenterror gegen die jüdische Bevölkerung, zerstörte über 1.400 Synagogen, Friedhöfe Gebet- und Versammlungsräume von Jüdischen Gruppen und überfiel Wohn- und Geschäftsräume von Juden und Jüd:innen
² Patriarchat beschreibt in der Soziologie, der Politikwissenschaft und verschiedenen Gesellschaftstheorien ein System von sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird (https://de.wikipedia.org/wiki/Patriarchat_(Soziologie); Stand: 08.12.2020)