Juli 2020 in Freiburg

Im Juli haben wir viel Zeit und Arbeit in die Bewerbung und Vorbereitung für den Aktionstag des #NichtaufunseremRücken – Bündnisses gesteckt. Dafür haben wir einen Transpi-Drop auf einer Brücke gemacht, davon ein Video zusammengeschnitten und Flyer verteilt. Außerdem haben wir ca. 100 Plakate in der Stadt aufgehängt.
Am 18.7 selber haben wir mit ungefähr 50 Menschen eine kleine, aber laute Demonstration durch die Innenstadt geführt. Es gab Redebeiträge vor der Universität zum Thema Jugend und Studierende in der Krise, vor den beiden Galeria Kaufhof-Karstadt Filialen haben wir uns den anstehenden Entlassungen gewidmet. Danach bewegte sich der Aufzug zum CDU-Büro, wo die vermeintlich „soziale“ Politik der Bundesregierung als Farce entlarvt wurde und das Thema Altersarmut Gehör fand. Den Abschluss bildete eine Rede zum Thema Frauen in der Krise. Der Demonstrationszug bekam viel positiven Zuspruch von Passant*innen, obwohl er durchweg von 20 vollausgestatteten Polizisten begleitet wurde.
In der folgenden Woche haben zwei unserer Genossinnen einen internen Bildungsvortrag zu den Grundlagen des Kapitalismus gehalten. Nachdem einige Begriffe wie Waren, Mehrwert und Kapital erklärt wurden, war allen klar, dass die Ausbeutung dem Kapitalismus innewohnt. Während und nach dem Vortrag sind noch interessante Diskussionen entstanden.
Gegen Ende des Monats wurde nach fünf Jahren das Urteil im TKPML Prozess verkündet. Davor haben wir in unserem Plenum einen Input dazu gehalten und uns mit dem Prozess auseinandergesetzt. Um unsere Solidarität gegen die Klassenjustiz zu zeigen, waren wir daraufhin auch bei einer Demo in Freiburg.
Unsere Solidarität gilt außerdem Jo, der Anfang Juli inhaftiert wurde, weil er an einer Auseinandersetzung mit einem Faschisten teilgenommen haben soll. Während der Rechtsdruck zu nimmt und Faschisten morden und hetzen, versucht der Staat Antifaschist*innen mit Repression kleinzuhalten. Wir sagen: Antifaschismus ist kein Verbrechen! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!