Mai in Freiburg

Natürlich beginnt der Monat Mai mit dem 1. Mai, dem traditionellen Kampftag der Arbeiter*innenklasse. Von Ausnahmezustand und Corona ließen wir uns nicht daran hindern, uns andere Aktionsformen zu überlegen und infektionsschutzgemäß protestieren. Wir riefen dazu auf, den Seepark mit Transparenten, Schildern und Plakaten zu verschönern und hängten gemeinsam große Transpis an Türme und Brücken. Diese Aktion war sehr erfolgreich und lockte sowohl neue Jugendliche in den Park als leider auch die Polizei, die Personalien aufnahm. Anschließend schlossen wir uns noch einer Kundgebung der Antifaschistischen Linken (IL) auf dem Platz der Alten Synagoge an.
Schon einen Tag später fand eine Gegenkundgebung zu einer AfD-Veranstaltung statt. Die AfD veranstaltete eine Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge – einem Holocaust-Denkmal – und wurde von uns ca. drei Stunden lang mit Sprechchören, Gesängen und Getrommel übertönt. Die Polizei drängte die Versammlung massiv zusammen und machte so ein Einhalten der Mindestabstände unmöglich. Außerdem wurden mindestens 6 Gegendemonstrant*innen festgenommen. Trotzdem konnten wir wieder einmal zeigen, dass Freiburgs Antifaschist*innen den Rechten nicht die Straße und schon gar nicht den Platz der Alten Synagoge freiwillig/ohne lauten Gegenprotest überlassen. 
Wir beteiligten uns ein paar Tage später an einer Fahrraddemonstration von Fridays for Future und protestierten gemeinsam gegen die Abwrackprämie.
Weil es in unserer Stadt immer mehr zu Demos von Corona-Leugner*innen kommt, die Verschwörungstheorien verbreiten, verfassten wir dazu einen Text und flyerten auf ihren Veranstaltungen.