Cottbus: Kundgebung „Solidarisch gegen Rassismus und Polizeigewalt!“

Heute, am 11.06. riefen wir zur Kundgebung „Solidarisch gegen Polizeigewalt und Rassismus“ um 18 Uhr auf dem Heronplatz auf. Mit 60 Personen bekundeten wir unsere Solidarität mit den Protesten gegen rassistische Polizeigewalt in den USA, die nach dem Polizeimord an George Floyd begonnen hatten.
Im Vorfeld der Kundgebung sammelte die Polizei Namen von den Redner*innen und der Moderation. Begründet wird das vermutlich mit den derzeit geltenden Corona-Maßnahmen. Wir verurteilen dieses Vorgehen und sehen darin einen Eingriff in unsere Freiheitsrechte.
Das hinderte uns jedoch nicht daran, unsere Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen. Einige Teilnehmer*innen hatten selbstgemalte Schilder dabei. Die Linksjugend Lausitz, die Kommunistische Jugend, zwei Einzelpersonen und auch wir hielten eine Rede.
In unserer Rede thematisierten wir institutionellen Rassismus in den USA und Deutschland und zeigten auf, wie wir durch Rassismus gespalten werden.
Auch unser Transparent „Rassimus spaltet die Jugend – Gemeinsam organisiert kämpfen“ war auf der Versammlung präsent und es wurden Parolen mit Kreide auf den Boden geschrieben.
In unserer Moderation zeigten wir noch Zusammenhänge zwischen rassistischen Morden und faschistischen Netzwerken im deutschen Staat auf.
Nebenbei konnten wir noch Kontakte für weitere politische Arbeit knüpfen und sammelten Spenden für den NAACP Legal Defense Fund in den USA, der angeklagten Schwarzen in den USA bei ihren Prozessen unterstützt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kundgebung ein Erfolg und ein starkes Zeichen gegen Rassismus war.