Februar im Rheinland

Der Februar begann für uns am 01.02., dem antimilitaristischen Aktionstag, mit einer Kundgebung vor der Konrad-Adenauer-Kaserne und dem Militärischen Abschirmdienst in Köln.
Zusammen mit verschiedenen anderen Gruppen machten wir Passant*innen und Vorbeifahrende darauf aufmerksam, dass die deutsche Kriegstreiberei auch mitten in Köln ihren Ursprung nimmt.
Am Tag gab es bundesweit in verschiedenen Städten Aktionen als Teil der Mobilisierung der sogenannten „Münchner Sicherheitskonferenz“, auf der verschiedene Waffenhändler*innen, Politiker*innen und Unternehmer*innen gemeinsam ihre kommenden Kriegspläne schmieden.

Am Sonntag darauf fand in Siegburg unsere Kundgebung „Soziale Kämpfe verbinden“ statt.
Trotz des schlechten Wetters informierten wir mit einigen Leuten die Menschen in der Siegburger Innenstadt über verschiedene Proteste weltweit, wie zum Beispiel in Frankreich, Chile und Bolivien.
Wir machten deutlich, dass all diese Proteste die Folge von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung sind und es auch für kommende Bewegungen in Deutschland wichtig ist, aus diesen zu lernen und internationale Solidarität aufzubauen.

In der Woche danach fand in Köln die Demonstration gegen die Preissteigerungender KVB und für kostenlosen Nahverkehr statt, an deren Organisation unter anderem wir beteiligt waren.
Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Neumarkt zogen wir lautstark mit verschiedenen Parolen durch die Kölner Innenstadt am VRS Büro vorbei bis zum Rathaus, wo nochmal abschließende Redebeiträge vorgetragen wurden.
Immer wieder schlossen sich Menschen von außen an oder riefen Parolen mit.
Gute Beiträge, warum wir kostenlosen Nahverkehr brauchen und wie er gestaltet sein soll findet ihr auch beim Solidaritätsnetwerk (soli-net.de).

Am 19.01. fand das prägendste Ereignis des Monats statt.
Ein Faschist drang in Hanau bewaffnet in eine Shishabar ein und beging ein rassistisches Massaker an neun von ihm als migrantisch gelesenen Menschen, dicht gefolgt von verharmlosender Berichterstattung der deuschen Medien inklusive Einzeltäterthese.
Hanau war kein Einzelfall! Rechter Terror muss als solcher benannt werden!
Direkt am nächsten Tag wurde in Köln eine Kundgebung in der Keupstraße, auch ein Tatort faschistischer Terroristen, organisiert, welche trotz der Karnevalszeit von mehreren hundert Menschen besucht wurde, von dort aus gab es eine spontane Demonstration.
Auch an der Demonstration am nächsten Abend in Köln mit mehreren tausend Teilnehmer*innen und der bundesweiten Demonstration in Hanau beteiligten wir uns.
Hier findet ihr unsere Erklärung zum Anschlag: https://internationale-jugend.de/index.php/2020/02/20/entschlossen-und-solidarisch-kampf-dem-rechten-terror/

Am 28. demonstierten wir mit über 1000 anderen Menschen gegen einen AfD-Bürgerdialog mit dem faschistischen Hetzer Brandner.
Es ist auch die Hetze der AfD, die für Anschläge wie in Kassel, Halle und Hanau verantwortlich ist.
Leider inszenierten sich auf der Kundgebungen auch Parteien wie die FDP, welche in Thüringen gezeigt hat wie antifaschistisch sie eben nicht ist, oder SPD und Grüne, welche mit ihrer unsozialen Politik wie z.B. die Agenda 2010 Menschen in die Arme der Faschos getrieben hat.

Im März gibt es auch wieder einige wichtige Ereignisse wie den Frauenkampftag am 08. oder dem Housing Action Day am 28.
Informiert euch auf unseren Social Media Seiten, kommt zu unseren offenen Treffen und werdet aktiv!