Oktober in Freiburg

„Biji Berxwedan Rojava“- Am 9. Oktober griff die türkische Armee das autonome Gebiet Rojava an und begann damit einen grausamen völkerrechtswidrigen Krieg. Viele deutsche Politiker*innen äußerten sich zwar kritisch, zogen jedoch keine Konsequenzen. Deutschlandweit organisierten Kurd*innen zusammen mit anderen progressiven Gruppen Widerstand. Dementsprechend war die Internationale Jugend Freiburg im Oktober hauptsächlich in der Solidaritätsarbeit mit Rojava aktiv. 

Als Mitglied im „Kurdistan Solidaritätskomitee Freiburg“ beteiligten wir uns an zahlreichen Aktionen gegen den Faschist Erdogan und seinen Krieg. Am Freitag nach der Invasion nahmen wir zusammen mit 3000 anderen Menschen an einer Großdemonstration teil. Auch in den Tagen danach fanden fast täglich Demonstrationen und Kundgebungen an verschiedenen Orten in Freiburg statt. Wir forderten die Badische Zeitung und den Süd West Rundfunk zu einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung auf. Außerdem demonstrierten wir vor Litef, einem Freiburger Rüstungskonzern. 

In Freiburg wohnt Burkhart von Braunbehrens ein Miteigentümer von Krauss-Maffei, die Firma, die unter anderem den Leopard 2 Panzer produziert. In seiner Nachbarschaft wurden Flyer verteilt, die ihn als Kriegsprofiteur enttarnen. 

Neben unserer Aktivität für Rojava veranstalteten wir am 4. Oktober einen Vortrag mit anschließender Diskussion zur Frage, ob Klimaschutz und Kapitalismus vereinbar sind. 

Am 12. Oktober beteiligten wir uns an einer Kundgebung gegen das neue Polizeigesetz in Baden-Württemberg, das unter anderem die Unendlichkeitshaft für sogenannte Gefährder*innen erlaubt und zeigten im Anschluss den Film „Pride“.  

Thematisch passend zu den Squatting Days in Freiburg, bei denen gegen Leerstand und Mietnotstand Häuser besetzt wurden, waren wir bei der Kundgebung: „Mieten runter, Löhne hoch!“ des Solidaritätsnetzwerks. 

Während des vergangenen Monats stießen einige neue Aktivist*innen zur Internationalen Jugend dazu. Darüber hinaus konnten wir unseren wöchentlichen Lesekreis mit neuem Leben füllen. Alles in allem ein kämpferischer Monat, in dem wir als Organisation neue Erfahrungen gesammelt und uns weiterentwickelt haben.   

Dabei haben uns viele neue Aktivist*innen unterstützt. Außerdem konnten wir unseren Lesekreis neu beleben, wo wir viele anregende Diskussionen geführt haben.