Oktober im Rheinland

„Tag der Deutschen Einheit – Kein Grund zum feiern!“ mit dieser Parole startete am 03.10. der Oktober. Anlässlich dieses Tages fand in Köln eine Demonstration durch die Stadtteile Mülheim und Kalk gegen Nationalismus und den Rechtsruck in Deutschland statt.
Die Demo endete in der Dieselstraße, da dort neben der Demoroute ein seit Jahren leerstehendes Haus durch das Kollektiv Nestkampf besetzt wurde.
Leider wurde das Haus schon am nächsten Tag geräumt, jedoch nicht ohne Protest, an dem wir uns beteiligten.
Wir ffinden solche Aktionen gegen Leerstand und hohe Mieten in unsern Vierteln super und werden auch beim nächsten mal hoffentlich wieder am Start sein.

Seit dem 09.10. versucht die türkische Armee zusammen mit ihren islamistischen Verbündeten die Gebiete der demokratischen Selbstverwaltung in Nordsyrien/Rojava zu besetzen. Seitdem hält das Bombardement der türkischen Armee auf Jahrhunderte alten Städte ununterbrochen an. Dabei sind neben den Stellungen der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) vorallem Wohnhäuser und zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser und auch Konvois von Flüchtenden Ziele der Bombardierung durch die türkische Luftwaffe und Artillerie.
Wie zur Zeit des Kobane- und Afrin-Widerstands müssen wir auch heute Seite an Seite mit der kurdischen Bewegung gegen die Aggressionen der Türkei und ihrer islamistischen Banden zusammenstehen und die deutsche Kriegsbeteiligung aufdecken und bekämpfen.

Aus diesem Grund fanden in Köln eine Reihe von Demonstrationen statt an denen wir uns beteiligten.
Mit täglichen und Mahnwachen und Kundgebung vom 15.-18.10. und Großdemonstrationen am 12.10. und am 19.10. sowie einigen Spontandemonstrationen gab es vielfältigen Protest.
Am 19.10. liefen wir zusammen mit einigen anderen Organisationen im internationalistischen Block, welcher durch gute Organisation und laute Parolen eine Menge kämpferische Stimmung machte, welche durch Rauchtöpfe untermalt wurde.

Am 25.10. organisierten wir zudem eine Kundgebung für Rojava in Siegburg und zeigten dort mit etwa 40 Personen, dass wir dem Krieg kein ruhiges Hinterland lassen.
Wir klärten in mehreren Redebeiträgen und mit Flyern über die Kriegsverbrechen des türkischen Staates auf und über die Verstrickung des deutschen Staates mit dem Erdogan-Regime auf.
Im Vorhinein hatten wir in Siegburg und Sankt Augustin mehrere hundert Flyer zum Thema verteilt und am Michaelsberg ein großes Transparent mit der Aufschrift „Defend Rojava“ und dem Logo der kurdischen Verteidigungseinheiten YPG aufgehängt, welches über mehrere Stunden über mehrere Kilometer sichtbar war.

Außerdem begannen wir mit unserer Mobilisation für die Blockaden gegen den Naziaufmarsch am 16.11. in Remagen.