Die Jugend wird den Frühling bringen! -Solidarität mit der kämpfenden Jugend in der Türkei!

Nachdem vor Wochen der Bürgermeister Istanbuls verhaftet wurde, sind Millionen Menschen in der Türkei auf die Straße gegangen, um gegen den faschistischen Staat zu protestieren. Trotz Versammlungsverboten, Festnahmen und Polizeigewalt halten die Proteste weiter an. Denn der verhaftete Bürgermeister Ekrem İmamoğlu gehört zur nationalistischen CHP, die mit Erdogans AKP konkurriert. Die Verhaftung des Bürgermeisters und einflussreichsten Gegners Erdogans ist kein Zufall und auch kein Einzelfall. Die türkische Regierung missachtet immer wieder demokratische Rechte und Beschlüsse, um die eigenen Interessen durchzusetzen, Widerstand zu brechen und Oppositionelle auszuschalten.

Zusammen mit dem laufenden Unmut gegenüber den massiven Preissteigerungen hat das dazu geführt, dass die Arbeiter:innen in der Türkei jetzt auf die Straße gehen – allen voran die Jugendlichen.

Es werden Universitäten bestreikt und sich die Straßen genommen. An der Galatasaray Universität in Istanbul, der ODTÜ in Ankara und so vielen anderen Hochschulen protestieren die Studierenden. Auf den Großdemonstrationen und militanten Auseinandersetzungen mit der Polizei stehen sie in der ersten Reihe!

Die Jugend wird den Frühling bringen

Das schreibt eine festgenommene Studierende aus dem Knast. Denn unter den tausenden Festgenommen sind auch viele Jugendliche – die ihre Hoffnung aber nicht verloren haben.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Jugendlichen, die täglich in der Türkei gegen den Faschismus kämpfen. Aber auch unser Widerstand hier in Deutschland haben mit den Protesten in der Türkei zu tun. Denn die türkischen Gefängnisse sind nach deutschem Vorbild gebaut, die türkische Armee ist mit deutschen Waffen ausgerüstet und die BRD gibt Erdogan politische Rückendeckung, wenn sie zum Beispiel türkische Antifaschist:innen und kurdische Freiheitskämpfer:innen in Deutschland festnimmt.

Aber auch hier in Deutschland können wir immer öfter sehen, wie demokratische Prozesse ignoriert oder ausgehebelt werden. Erst kürzlich wurde in einem Schnellverfahren ein 500 Milliarden Euro Sondervermögen für die deutsche „Infrastruktur“ durchgedrückt und zukünftige Militärausgaben an der Schuldenbremse vorbei ermöglicht– von dem eigentlich schon abgewählten Bundestag. Für uns Jugendliche bedeutet das nur eins: noch weniger Geld für unsere Schulen und Jugendzentren, dafür Aufrüstung und „den Gürtel enger schnallen“.

Daher ist klar: Der Kampf gegen den Faschismus in der Türkei ist auch unser Kampf. Hier ist es wie so oft die Jugend, die die treibende Kraft im Widerstand ist – werden wir sie also auch hier in Deutschland, nehmen wir uns ein Beispiel an den Jugendlichen in der Türkei und kämpfen wir gemeinsam gegen die Aufrüstung und den Faschismus!

Zeigen wir unsere Solidarität mit der kämpfenden Jugend in der Türkei!

Solidarität heißt Widerstand-Kampf dem Faschismus in jedem Land!

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