Von Schulstreiks, Demonstrationen bis hin zu Blockaden — in ganz Europa gehen grade Jugendliche auf die Straße: in Frankreich, Spanien, Belgien, Albanien und nun auch hier in Deutschland. Auch wenn die Proteste unterschiedlich aussehen, so einen uns überall die gleichen Gründe, welche uns auf die Straße treiben.
Steigende Preise, Wohnungsnot, Kürzungen in Bildung und Sozialem, Anstieg von faschistischen Kräften, sich häufende Fälle patriarchaler Gewalt, drohende Wehrpflicht und ein Haufen Geld, was in Aufrüstung gesteckt wird. Gleichzeitig werden Überwachungs– und Polizeigesetze weiter ausgebaut und haben letztlich den Zweck unseren Widerstand gegen die genannten Entwicklungen einzudämmen, wie wir es in Frankreich gerade ganz beispielhaft sehen können.
Dass wir über Ländergrenzen hinweg wegen der gleichen Themen auf die Straße gehen ist kein Zufall! Denn auch wenn die Themen auf den ersten Blick unterschiedlich scheinen, haben sie doch einen gemeinsamen Ursprung — den Kapitalismus!
Solange wir in einer Welt leben in der Profite über Menschen gestellt werden, werden unsere Interessen immer zweitrangig bleiben. Solange es den Plänen der Reichen dient, werden Kürzungen, Wohnungsnot und Aufrüstung immer wieder auf der Tagesordnung stehen und Krisen und Kriege auf unserem Rücken ausgetragen werden!
Gerade rechte Kräfte, die sich weltweit im Aufschwung befinden, versuchen sich als Alternative und Lösung für diese Probleme und dieses System darzustellen. Uns muss klar sein: der Kampf gegen Sozialkürzungen, ein kaputtgespartes Bildungs- und Gesundheitssystem, Aufrüstung und Wehrpflicht muss immer auch ein Kampf gegen den wachsenden Rechtsruck sein. Denn sie stehen am Ende nur für eine noch aggressivere Politik gegen unsere Interessen als es sie heute schon gibt.
Diese Kämpfe sind also nicht voneinander losgelöst, sondern gehen ineinander über. Der Kampf gegen Faschismus, gegen Krieg, gegen Kürzungen ist ein Kampf gegen dieses ausbeuterische System. Ein Kampf, den wir tagtäglich in unseren Schulen, auf den Straßen, am 31. Oktober und darüber hinaus führen müssen bis wir eine Welt geschaffen haben, die Kapitalismus und Patriarchat hinter sich gelassen hat.
Für uns heißt das — jetzt erst recht auf die Straße! Lasst uns auch hier als Jugendliche aktiv werden. In vereinzelten Schulen gab es hier bereits Blockaden nach französischem Vorbild, bundesweit werden Jugendliche am 31.10. auf die Straße gehen und europaweit dann am 20.11. gegen Wehrpflicht und Aufrüstung streiken! Schließt euch an!
Für unsere Zukunft kämpfen wir nicht nur an einem Tag sondern müssen uns langfristig zusammen schließen. Gegen dieses System, für eine Welt in der nicht nach Profit entschieden wird sondern in unserem Interesse — GenZ regelt!

