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Klassenkampf statt Vaterland – Frauen raus zum 8. März!

Mit der Einführung der Bundeswehrfragebögen zum Jahresbeginn, die für Männer ab dem Jahrgang 2008 verpflichtend auszufüllen sind, ist es für die kriegstreiberische Regierung in Deutschland nicht genug. Auch junge Frauen sollen diese doch bitte beantworten müssen, fordern jetzt die Frauen der CDU.

Dieser Vorstoß ist nicht nur ein gewöhnlicher nächster Schritt in der Kriegsvorbereitung, sondern hat noch eine weitere Funktion. Es soll klar gemacht werden, wo es für uns junge Frauen hingeht. Entweder als Menschenmaterial im Krieg herhalten, oder an der Heimatfront die Stellung am Herd halten. Das sind die einzigen beiden Optionen, die der deutsche Staat für uns bereit hält.

Frauen an die Waffen“? Nicht für den deutschen Staat!

„Weil Frauen und Männer hier gleich verdienen“ lautet ein Spruch der aktuellen Kampagne „70 Gründe für die Bundeswehr“. Als Akt der Gleichberechtigung, will es  uns die Bundeswehr verkaufen, auf proletarische Jugendliche anderer Länder zu schießen. Wir Frauen, die schon von Kind an unsere spätere Rolle als Mutter aufgedrängt bekommen, die auf der Arbeit und zuhause bei der Reproduktion ausgebeutet werden und die patriarchale Gewalt erleiden, ob im Krieg oder Frieden – wir sollen dieses System nun mit der Waffe verteidigen? So wird es uns neben der Bundeswehr selbst und abseits von Politiker:innen auch in den Medien nahegelegt, wenn der Spiegel Artikel, wie „Frauen an die Waffen“, herausgibt.

Gleichzeitig wird die riesige Aufrüstungskampagne, von der wir junge Frauen ein Teil sein sollen, damit finanziert, dass bei uns gekürzt wird. Ob bei Frauenhäusern oder dem Bürgergeld, auf welches viele alleinerziehende Mütter angewiesen sind, das Geld soll lieber in den Rüstungswahn fließen.

Wir wehren uns gegen Krieg und Kapital

Weder lassen wir uns für einen „empowernden“ Krieg des deutschen Imperialismus gewinnen, bei dem auch Frauen Kapitalinteressen mit der Waffe durchsetzen sollen. Noch fügen wir uns der Alternative, ans zuhause gekettet zu werden und für die Aufrechterhaltung dieses Systems zu sorgen. Wir als proletarische junge Frauen wählen den Kampf gegen Kapitalismus und Patriarchat!

Denn die gleichen CDU Frauen, die uns in die Bundeswehr zwingen wollen, können das gelassen fordern, weil es sie selbst nicht betreffen wird.

Die gleichen Politiker:innen, die uns die Armee als Emanzipation verkaufen wollen, kürzen uns gerne jede Stütze weg, wenn dann der Kriegskurs mehr Budget bekommt.

Und die gleichen Politiker:innen sind es, denen wir entgegnen: wir sterben nicht für eure Kriege!

Wir bleiben nicht tatenlos sondern werden, wie bereits im Dezember, streiken. Das nächste Mal am 05. März und darüber hinaus.

Nehmen wir uns genauso am 08. März, dem Frauenkampftag, im Sinne des Antimilitarismus die Straßen. Es gibt keinen Krieg fürs Kapital mit uns und erst recht keine ermächtigende Rolle als Frau darin!

Deswegen als Frauen hinaus zum 08. März – gegen ihre Kriegspläne und für unsere Befreiung!

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