One Class, One Struggle – Jugend kämpft international

Wir! Davon ist überall die Rede. Ob es der Kriegsminister Pistorius ist, der meint „wir“ müssen kriegstüchtig werden, der Kanzler Olaf Scholz, der meint „wir“ bräuchten eine nationale Kraftanstrengung für die Wirtschaft, oder die AfD, die meint „wir“ müssten jetzt „unsere“ Grenzen schützen.

Kapitalismus spaltet

Eins haben sie alle gemeinsam: Ihr „wir“ ist eine Lüge! Denn es gibt überhaupt keine einheitliche Gruppe mit uns und ihnen. Wir sollen in ihren Kriegen als erstes sterben, für ihre Profite unseren Ausbildungsplatz verlieren und hungern oder an Grenzzäunen aufeinander schießen. In Wahrheit, ist ihr „wir“ eine Spaltung. Ob Deutsche und Migrant:innen oder die „westliche Welt“ und der Rest – das alles sind Trennungen, die uns davon ablenken sollen, wer wir sind und wer die sind. Es ist kein Zufall, dass ihre Lügen zunehmen, während Krieg und Krise zum Normalzustand werden.

Wir sind eine Klasse! Die Grenze verläuft zwischen unten und oben!

Aber wer sind wir und die dann wirklich? Wir leben in einer Welt, in der die Menschheit in Ausgebeutete und Ausbeuter:innen, Unterdrückte und Unterdrücker:innen geteilt ist. Kurzum: In einer Welt, die in Klassen geteilt ist.

Die – das sind die Kapitalist:innen. Diejenigen, die sich an der Arbeit anderer bereichern, an der Ausplünderung anderer Länder verdienen und hoffen, sich durch Kriege noch mehr Einfluss zu verschaffen.

Wir – das ist die Arbeiter:innenklasse. Wir, die den gesamten Reichtum durch unsere Arbeit schaffen, den sie sich aneignen. Wir sind die Mehrheit, die real nichts zu sagen hat. Als Jugend sehen wir besonders, wo unser Platz in diesem System ist: in maroden Schulen, in schlecht bezahlten Ausbildungen, an der Front.

Der Kapitalismus bietet uns keine Zukunft!

Unser Kampf ist international!

Wir sind also die Arbeiter:innenjugend – vereint in der Ausbeutung und Unterdrückung, die wir schon jetzt oder später in unserem Leben erfahren werden. Das verhindert keine Grenze, keine Hautfarbe oder Religion.

All das sind Dinge, die uns von unseren gemeinsamen Interessen ablenken. Um tatsächlich für unsere Rechte und Interessen einstehen zu können, müssen wir diese Spaltung überwinden und uns in einem gemeinsamen Kampf vereinen. Unsere Zukunft müssen wir selber in die Hand nehmen.

Für eine Welt, in der der Reichtum, den wir schaffen, allen zugute kommt und in der wir tatsächlich über unsere Zukunft bestimmen können. In der die Ausbeutung anderer Länder der Vergangenheit angehört, in der wir uns nicht mehr in Kriegen gegeneinander aufhetzen lassen und in der niemand mehr fliehen muss. Eine Welt jenseits des kapitalistischen Systems – dem Sozialismus. Hand in Hand gehen wir dafür mit der Arbeiter:innenjugend aller anderer Nationen und attackieren überall die Grundfesten dieses Systems. Dafür organisieren wir uns hier, als Teil einer weltweiten Arbeiter:innenbewegung.

Hoch die internationale Solidarität!