Wir kämpfen nicht für Deutschland, sondern für den Sozialismus!

Die meisten werden wohl noch den alten Werbespruch der Bundeswehr „Wir.Dienen.Deutschland.“ kennen. Seit der Verkündung der Zeitenwende hört man von allen Ecken und Enden etwas von einer „nationalen Anstrengung“, dass „Wir“ in Deutschland oder zumindest Europa zusammenhalten müsste und Krieg unabdingbar sei um „unsere“ Werte zu verteidigen.

Der Bundeswehr-General Markus Kurczyk erklärt sogar: „Es geht nicht darum, welche Waffensysteme wir haben. Es geht darum, ob wir Menschen haben, die bereit sind, für Deutschland in den Krieg zu ziehen, die bereit sind, für ihre Überzeugung, für unsere Werteordnung bis ans Ende der Welt zu gehen.“

Aber wer ist „Wir“, was sind „unsere Interessen“ und was soll bitte „unsere Werteordnung“ sein? Wir sind Jugendliche aus der Arbeiter:innenklasse – wir haben keine gemeinsamen Interessen mit Bundeswehrgenerälen, Scholz, den Vorständen deutscher Waffenkonzerne und sonstigen Kapitalist:innen!

Kampf dem Imperialismus

Ihre Werteordnung ist der Imperialismus – ein System, dass darauf baut, dass wir und unsere Klassengeschwister in anderen Ecken der Welt noch viel mehr ausgebeutet und unterdrückt werden, damit sie maximalen Profit erwirtschaften können. Wir haben in ihr nichts zu gewinnen, es ist unser grundlegendes Interesse diese Weltordnung zu überwinden.

Genau deswegen versuchen sie diese nationalistische Demagogie gerade massiv voranzutreiben: Sie brauchen die Lüge eines nationalen Kollektivs, einer Volksgemeinschaft, mit gemeinsamen Interessen um unsere Klasseninteressen zu verdecken. Deswegen ist auch der angebliche „Friedensaktivismus“ von Faschist:innen wie der AfD auch tatsächlich eine Unterstützung für den deutschen Militarismus.

Von „Linken“ die sich für Aufrüstung und Waffenlieferungen positionieren, über die Grünen Kriegstreiber bis nach Rechtsaußen, sie alle wollen uns verkaufen einen gemeinsamen Hauptfeind jenseits der eigenen Grenzen zu haben. Aber unseren Hauptfeind haben wir direkt vor der Haustür: Das deutsche Kapital, kolonialer Ausbeuter, aktiver Antreiber zweier Weltkriege, Schöpfer des brutalsten Regimes das die Menschheit je gesehen hat, dem Hitlerfaschismus, und heute erneut imperialistische Großmacht mit dem Ziel sich auch militärisch weltweit behaupten zu können.

Für den Sozialismus

Anstatt auf die nationalistische Demagogie hereinzufallen, müssen wir uns klarmachen, dass die Bundeswehr nicht unsere Armee ist. Das heißt nicht das wir Pazifist:innen sind: Wir kämpfen nur für eine ganz andere Weltordnung!

Eine Weltordnung, die tatsächlich „unsere“ ist, in der die Arbeiter:innenklasse, also die große Mehrheit der Gesellschaft, tatsächlich über den Staat, die Produktion und ihr Leben bestimmen kann. In der wir nicht für ein Land in den Krieg ziehen sollen, dass in Wahrheit nur einigen wenigen Kapitalist:innen gehört, sondern in dem die Produktionsmittel und Rohstoffe tatsächlich gesellschaftliches Eigentum sind. Eine Welt in der Völker nicht mehr für Großmachtsinteressen gegeneinander aufgehetzt werden, sondern geschwisterlich und selbstbestimmt miteinander leben. Diese Weltordnung heißt Sozialismus! Kämpf mit uns!