Rückblick: August im Rheinland

Endlich ist hier was los!

Einige von euch haben vielleicht schon auf Flyern unsere Website bemerkt – ab jetzt liefern wir auch! Wir werden beginnend mit August monatlich über Aktionen unserer Ortsgruppen in den jeweiligen Städten und Regionen berichten, Kampagnen auswerten und über alles, was sonst noch so ansteht, schreiben.

Anfang August – etwas weiter weg vom Rheinland – hatten wir unser erstes bundesweites Treffen mit unseren Freund*innen aus Cottbus und Freiburg. Gemeinsam haben wir über unsere zukünftige Arbeit gesprochen und einen Kampagnenplan für die nächste Zeit aufgestellt.
Wir haben viel gequatscht, uns besser kennengelernt und sind wichtige Schritte für unsere Organisation gegangen. Jedoch hat die Zeit bei weitem nicht gereicht.
Und was ist die nächste Stufe? Richtig, ein IJ-Camp!
Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber werden im Hintergrund fleißig an der Verwirklichung arbeiten!

Ein paar Tage später demonstrierten wir zusammen mit unseren Freund*innen von der Bonner Jugendbewegung gegen die Eröffnung einer Primark-Filiale in Bonn.
Kinderarbeit, giftige Chemikalien in der Kleidung und Ausbeutung von Arbeiter*innen ist etwas was viele – zurecht – mit Primark verbinden.
Auch wenn bei Primark einiges besonders krass ausgeprägt ist, ist dies jedoch kein Einzelfall sondern Regel in der Modeindustrie.
Unser Protest richtete sich also gegen die gesamte Industrie und gegen ein profitorientiertes Wirtschaftssystem, welches solche Auswüchse an den Tag legt.

Am 16. August beteiligten wir uns an einer Kundgebung von Fridays For Future Rhein-Sieg auf dem Siegburger Marktplatz für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr.
Wir verteilten Flyer und hielten Reden über die Notwendigkeit einer Verkehrswende für Mensch und Natur.
Bilder und Berichte dazu findet ihr auch auf den Social Media Seiten von FFF Rhein-Sieg.

Am 19. August haben wir uns mit den 3 inhaftierten HDP-Bürgermeister*innen und festgenommenen kurdischen Aktivist*innen in der Türkei solidarisiert. Erstere wurden in 3 Städten der Türkei ihres Amtes enthoben und ins Gefängnis gesteckt.
Wir protestierten mit türkischen und kurdischen Aktivist*innen am Hauptbahnhofsvorplatz in Köln gegen die willkürliche Repression und für die sofortige Freilassung der politischen Gefangenen in der Türkei.

Am Montag den 26. August verbrachten wir den Nachmittag in St. Augustin an der Sieg. Wir haben gegrillt, gechillt und so den vorletzten Ferientag nochmal kollektiv genossen, bevor viele von uns wieder in ihre Lernfabriken zurückkehren mussten.
Die Gunst der Stunde nutzten wir, um ein Aufrufbild aufzunehmen für die Gegendemonstration des Nazi-Aufmarschs in Mönchengladbach am 8.9.2019.
Natürlich haben wir unseren eigenen Müll und was sonst noch so in der Natur rumlag fachgerecht entsorgt.

Am 30. August führte die FAU in Siegburg eine Mahnwache vor dem Irish Pub in der Holzgasse durch, um auf die dortigen schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.
Keine Klarheit darüber, ob man angemeldet ist, und zu spät oder nicht gezahlte Löhne sind Probleme, mit denen gerade junge Arbeiter*innen zu kämpfen haben und mit denen viele Schüler*innen später zu kämpfen haben werden.
Daher waren wir bei der Mahnwache selbstverständlich dabei, denn wenn wir uns als Jugendliche und Arbeiter*innen zusammenschließen, kann uns kein Boss der Welt aufhalten.

Am Samstag, dem 31. August, haben wir uns an der Demonstration zum Antikriegstag beteiligt.
Bei der Auftaktkundgebung hielten wir eine Rede darüber, wie uns Krieg als Jugendliche in Deutschland heute betrifft und teilten gegen die Bundeswehr aus. An einer Schnur hingen wir Zahlen aus, wie viele Menschen während unserer Kundgebung zur Flucht gezwungen wurden. In einer Stunde mussten 7200 Menschen ihre Heimat verlassen. Die Zahl der Flüchtenden ist seit letztem Jahr angestiegen.
Mit Parolen wie „An jedem Krieg, in jedem Land verdient am Schluss die Deutsche Bank“ sind wir danach durch die Kölner Innenstadt gezogen und haben so kämpferisch auf den Antikriegstag am 01.09. aufmerksam gemacht.

Nächste Woche werden wir, wie oben bereits erwähnt, nach Mönchengladbach fahren, um uns den Faschisten und Hooligans dort in den Weg zu stellen. Außerdem munkelt man, dass wir auch im September wieder grillen werden – dann mit unseren Freund*innen vom Solidaritätsnetzwerk Köln und dem Frauen*kollektiv Köln.

Wenn du ausführliche Berichte und mehr Bilder zu den einzelnen Aktionen sehen willst, schau unbedingt auf Facebook (@InternationaleJugendRL) und Instagram (@internationale_jugend_rhld) vorbei!

Wenn du cool findest, was wir so machen, und dich auch einbringen möchtest, dann komm zu unseren offenen Treffen!

Jeden Freitag (bis auf den ersten im Monat) um 18:00 Uhr in der Kalk-Mülheimer-Straße 124 in Köln.